Spielend lernen (Lernapp-Baukästen)

Digitale Spiele sind fixer Bestandteil im Leben von Kindern & Jugendlichen. Dies zeigt auch die JIM-Studie 2018, in der 60 % der Jugendlichen angeben täglich oder mehrfach wöchentlich zu spielen. Selbstwirksamkeit, Adaptivität und/oder das Ausprobieren anderer Rollen scheinen dabei bei den Spielern einen Flow zu erzeugen, der Jugendliche zum Spielen animiert. Dabei werden auch Gefahren gesehen: Hohes Suchtpotenzial, “verspielte” Zeitkontingente und die damit einhergehende Steigerung des Agressionspotenzials, aber nur, wenn sie gut gemacht sind…. Zugegeben: Die hier gezeigten Mini-Spiele werden wohl kaum ein solches Gefahrenpotenzial entwickeln. Aber es macht Schülern dennoch Freude die hier gezeigten Spiele zu spielen und -viel wichtiger!- sie selbst zu erstellen.

Damit allerdings erst einmal deutlich wird, mit was für Spielen wir es hier zu tun haben, habe ich Hilfe-Videos heraus gesucht, die zeigen, was die Baukästen umfassen und die bei der Handhabung helfen.

Unter folgendem Link könnt ihr einen Learningsnack ausprobieren. Er handelt von dem Thema “Was ist ein learningsnack?”:

https://www.learningsnacks.de/share/10152

Unter dem folgendem Link findet ihr learningsnacks eingebettet in ein Gesamtkonzept, für das dieses Baustein-System basal ist:

Vorweg geschickt sei bei diesen kleinen Lernspielen, dass die Nutzung nicht ganz unumstritten ist. Allerdings hat sich in der harten Diskussion, die besonders von Axel Krommers “Von Skinners `Teaching Machines´ (1954) zu den `Learning-Apps´“ bereichert wurde, m. E. heraus kristallisiert, dass die unterschiedlichen Autorenschaften, die ich kurz hier schildern will, unterschiedlich bewertet werden.

Erstellung für Lehrer & Schüler

Ich selbst nutze “learningapps” zum Einstieg, Erarbeiten und Wiederholen von Inhalten eines Themas. Allerdings ist der Gebrauch bei Lehrern nicht ganz unumstritten, da kognitive Inhalte abgefragt werden und schnell der Eindruck von “Drill & Practice-Formaten” entsteht. Ihr Manko besteht darin, dass hier eine reine Reproduktion, in manchen Fällen auch eine Anwendung erfolgt. Eine Transfer-Leistung ist fraglich.

Da allerdings die christliche Religionspädagogik meiner Einsicht nach nicht ganz auf die Vermittlung von Basiswissen verzichten kann und darf, halte ich einen dosierten und reflektierten Einsatz, der darauf abzielt, Inhalte abzufragen, die basal für das Verständnis einer Problematik sind oder Fragen aufwerfen, für nicht falsch und zu rechtfertigen.

Erstellung für Lehrer & Schüler

Desweiteren nutze ich “learningapps” zur Binnendifferenzierung. So lasse ich zum Beispiel (über einen anonymisierten Account)

  1. Schüler, die besonders schnell sind und sich sonst langweilen würden, kleine Wiederholungsspiele für die Klasse erstellen;
  2. Schüler, die sehr leistungsschwach sind, unauffällig eine entlastete Version erhalten, in der Schlüsselwörter fett hervorgehoben werden oder Hinweise anklickbar sind;
  3. Gruppen gerne anstatt eines Handouts für Referate ein Spiel mit diesen Baukästen erstellen, so dass das Wissen aus dem Schülervortrag reaktiviert wird.

Die Baukästen sind relativ intuitiv. Für diejenigen, die allerdings unsicher sind, habe ich hier kurz die  wichtigsten Informationen für die Handhabung zusammengestellt.

H5P ist

  • ohne Login
  • open-source

Produkte sind gut auf den folgenden Plattformen zu erstellen:

  • in Moodle oder dem eigenen Blog (oder einer WordPress-Instanz) anlegbar oder wieder hochladbar.
    1. Moodle:
      • wird häufig im Schulportfolio angeboten;
      • in Kursen können H5P schon als Aktivitäten angelegt werden.
    2. BLOG bei rpi_virtuell (siehe Artikel von Jörg Lohrer: “Im Web publizieren“)
      •  Angebot:
        • kostenlos und schnell Blog mit ein paar Klicks anlegbar;
        • hervorragendes Support-Team, welches gerne und schnell hilft.

Wie man H5P erstellt?

Das Ausprobieren ist unkompliziert auf folgender Plattform möglich:

https://einstiegh5p.de/

  • bleiben 3 Stunden lang auf Server gespeichert & werden dann gelöscht;
  • sind herunterladbar;

“Learningapps” ist

  • ein so genanntes “Autoren-Werkzeug”, mit dem jeder kleine Lernbausteine für den Unterricht erstellen kann;
  • mit Login – aber nur für denjenigen, der Apps erstellen will;
  •  Plattform erreichbar unter http://LearningApps.org

Produkte auf der learningapps-Plattform:

  • bleiben auf Server gespeichert & werden nicht gelöscht;
  • sind via QR-Code oder Link zu teilen oder können mit einem Einbettungscode auf den eigenen Blog eingebunden werden;

Wie man eine “learningapp” erstellt?

“Learningsnacks” ist

  • ein so genanntes “Autoren-Werkzeug”, mit dem jeder kleine Lernbausteine für den Unterricht erstellen kann;
  • mit Login – aber nur für denjenigen, der Apps erstellen will;
  •  Plattform erreichbar unter https://www.learningsnacks.de

Produkte auf der learningapps-Plattform:

  • bleiben auf Server gespeichert & werden nicht gelöscht;
  • sind via QR-Code oder Link zu teilen oder können mit einem Einbettungscode auf den eigenen Blog eingebunden werden;

Wie man einen learningsnack erstellt?

https://www.learningsnacks.de/share/916

Autorin
Friederike Wenisch ist Gymnasiallehrerin für Religion und Deutsch mit Unterrichtserfahrung in verschiedenen Bundesländern. Sie ist Bloggerin und engagiert sich für die Entwicklung von OER.

Copyright
CC BY-SA 4.0 Friederike Wenisch | www.lehren-und-lernen.ch

Austausch – Fragen – Interaktion​

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